Mein Anliegen

Vor einigen Jahren habe ich herausgefunden, dass ich mich selbst auf dem asexuellen Spektrum befinde. Diese Erkenntnis kam für mich reichlich spät, denn ich wusste gar nicht, dass es so etwas überhaupt gibt. Ich dachte immer, ich wäre hetero und hätte „bloss noch nicht den richtigen gefunden“. Durch ein Internetforum stiess ich dann auf die Definition des Begriffes „asexuell“ und habe mich darin wiedergefunden. Daraufhin habe ich mich schlau gemacht. Endlich hatte ich ein Wort dafür! Das war der glücklichste Tag meines Lebens.

Ich habe schon immer gerne gelesen. Doch die Repräsentation asexueller Menschen in Büchern (sowie auch Filmen und Serien) ist, vor allem im deutschsprachigen Raum, nach wie vor sehr gering. Netflix ging mit gutem Beispiel voran und brachte einige asexuelle Charaktere in seine Serien ein. Überdies gibt es im Internet diverse Listen über Bücher mit asexuellen Figuren oder Protagonisten. Diese Bücher kommen jedoch meistens aus den USA und sind bei uns nur schwer zu bekommen oder werden oft nicht übersetzt. Im deutschsprachigen Raum sind asexuelle Charaktere in Geschichten eine Seltenheit.

Was wäre ich froh um solche Bücher gewesen! Eine Geschichte, in der es auch noch Menschen gab, in deren Leben sexuelle Anziehung und Interaktion keine oder nur eine geringe Rolle spielte. Ein Buch, das mir sagte, dass ich nicht verrückt bin. So etwas hätte ich gebrauchen können und deshalb hoffe ich, dass ich es euch geben kann. Das Wissen um diese Eigenschaft ist sehr wertvoll. Ich hoffe, dass ich mit meinem Buch dazu beitragen kann, dass andere asexuelle Menschen diese Erkenntnis früher haben als ich.

„Der erste und letzte Song“ ist ein Buch für alle, denen es ähnlich geht wie mir. Wenn du deine Erkenntnis bereits vor einer Weile hattest, hoffe ich, dass du dich einfach über die Geschichte freuen kannst. Wenn du mit diesem Buch zum ersten Mal auf den Begriff Asexualität gestossen bist und dich darin wiedergefunden hast, möchte ich dir sagen: Du bist nicht alleine. Du findest auf dieser Homepage auch eine Linkliste, die auf weitere Informationen und Organisationen im deutschsprachigen Raum verweist. Vielleicht interessiert dich das Thema aber auch als Freund oder Verwandter eines asexuellen Menschen oder ganz allgemein.

Ich hoffe, mein Buch kann dazu beitragen, dass Asexualität in unserer Gesellschaft ein bisschen besser gesehen und verstanden wird. Dazu möchte ich betonen, dass die Erfahrung von Elena im Buch eine spezifische Erfahrung einer fiktiven Person darstellt. Asexualität ist ein Spektrum. Die Erfahrung kann von Mensch zu Mensch variieren, einzelne Aspekte können bei verschiedenen Personen stärker oder schwächer ausgeprägt sein. Für detailliertere Informationen darüber, seht euch bitte ebenfalls die Linkliste an.

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